Tools

SGML-fähige Tools sind die Voraussetzung für die Nutzung der hier vorgestellten SGML-Features.

Eine Minimallösung ist die Verwendung von klassischen SGML-Tools wie J. Clarks NSGMLS als Parser von XML-Daten. Diese Möglichkeit bietet sich an, um in einer reinen XML-Umgebung an wichtigen Punkten im Produktionsprozess ein restriktives Parsen einzuschalten.

Allerdings: gerade professionelle XML-Tools sind ursprünglich als SGML-Tools entwickelt worden und beherrschen daher auch den umfassenderen Standard. Dazu zählen die weit verbreiteten Standard-XML-Editoren XMetaL von Corel oder Epic von Arbortext.

Auch Satzsysteme wie TUSTEP, Framemaker+SGML oder 3B2 können mit SGML-Daten umgehen, wobei in keinem Fall der vollständige Standard mit allen Möglichkeiten unterstützt wird.

Der korrekte Weg ist zwar in jedem Fall, die XML-Daten explizit als SGML-Daten zu bearbeiten. Dafür gibt es in den betreffenden Programmen an verschiedenen Stellen Wahl- und Einstellungsmöglichkeiten, die den Dokumentationen entnommen werden können. Dabei müssen Sie auch die SGML-Deklaration für XML einbinden.

In der Praxis geht es aber mitunter einfacher: wenn Sie z. B. mit XMetaL arbeiten, können Sie sogar in der ganz normalen XML-Konfiguration in Ihrer XML-DTD die hier beschriebenen SGML-Features verwenden – und alles funktioniert tadellos. Es lohnt sich also, erst einmal den einfachsten Weg zu testen.


Fazit

  • Die in diesem Beitrag besprochenen Features können mit allen
    »klassischen« SGML-Tools und auch mit einer Vielzahl von weitverbreiteten XML-Tools realisiert werden. Es sind zum Teil geringe, zum Teil auch
    gar keine Modifikationen der Einstellungen notwendig.